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Lifetime Stocks 2017

Wenn es um die Haltedauer für Unternehmen und Aktien geht, hat der erfolgreiche Value-Investor aus Omaha Warren Buffett eine genauso klare wie einfache Antwort:  „Für  immer“.

 

Seit dem Jahr 1965 konnte der Börsenwert der Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway um 2.000 Prozent zunehmen. Damit erzielte die Aktie einen durchschnittlichen Ertrag von 20,8 Prozent pro Jahr. Warren Buffett hat das Bild des langfristig orientierten Anlegers so stark geprägt, wie kaum jemand zuvor. Zusammen mit seinem Vize Charles Munger hat er Jahrzehnte damit verbracht, Unternehmen für die Ewigkeit ausfindig zu machen.

 

Buffetts Lehrmeister war kein geringer als der Wirtschaftsprofessor und Investor Benjamin Graham, dessen Kurse an der Columbia University von New York Buffett besuchte. 1954 holte ihn der „Vater der Fundamentalanalyse“ in sein Unternehmen. Dort setzte sich  Warren Buffett intensiv mit dem Value-Ansatz auseinander. Buffetts Anlagestrategien werde bis heute von allen Buy-and-Hold-Investoren intensiv verfolgt.

 

Zunächst sucht der Meister ertragreiche Unternehmen mit hohem Cashflow, die anschließend einen Langfristcheck bestehen müssen. Sind die Aussichten gut und der Preis attraktiv, wird gekauft und dann auch über schwache Phasen hinweg gehalten. Über 200 Milliarden US-Dollar hat Buffett für sich und die Berkshire-Aktionäre mit diesem Ansatz verdienen können Einen Masterplan, bei welchen Branchen oder Unternehmen als nächstes der Einsteig erfolgt, gab es nie. Gekauft wurde einfach, was den Kriterien entsprach. Eine attraktive Rendite auf das eingesetzte Kapital ist dabei bis heute ein Muss. Gleichzeitig setzt der Langzeit-Investor ein hohes Maß an Zukunftssicherheit voraus. „Ich weiß nie, was als nächstes passiert“, sagt Buffett und ergänzt: „Ich weiß nur, dass etwas kommen wird, und ich liebe es, wenn es so weit ist.“

 

Allerdings hat diese Strategie einen Haken: Sie wird nur dann aufgehen, wenn sich Anleger für die richtigen Aktien entscheiden. Buffett rät dazu, sich auf wenige Ideen zu konzentrieren und diese genau zu verstehen. „Wir suchen Unternehmen aus, von denen wir eine ziemlich gute Vorstellung haben, wie sie in fünf, zehn oder 20 Jahren dastehen“, erklärt er. Eine Prognose über einen langen Zeitraum ist für ihn aber nur möglich, wenn das Unternehmen nicht nur ein ertragreiches Geschäftsmodell hat, sondern dieses auch über längere Zeit verfolgen kann. Der Investmentkandidat braucht also „einen gewissen Vorteil gegenüber allen oder den meisten  Wettbewerbern. Und dieser Vorteil darf nicht verschwinden“. Das kann ein Monopol sein, wie es viele Lokalzeitungen haben oder auch ein besonders starker Markenname wie Coca-Cola. Buffett beschreibt damit einen „Burggraben“, der ein ertragreiches Geschäftsmodell auf lange Zeit zu einer Geldmaschine machen kann.

 

Für die Auswahl der richtigen Lifetime Stocks  müssen zunächst Auswahlkriterien festgelegt werden. Dabei geht es nicht darum, Titel zu suchen, die in der Zukunft wundersame Kursgewinne versprechen. Stattdessen geht es um Aktien, die es sich zu kaufen und auch während Börsencrashs der Vergangenheit zu halten lohnt. Die in dieser Analyse betrachteten Aktien konnten dabei folgende Kriterien standhalten. Ihnen ist es gelungen, Verluste immer wieder aufzuholen. Trotz der momentan weltweit steigenden Börsenindizes lassen ihre fundamentalen Kennziffern, wie das KGV, die Verschuldung, die Cashflow-Rendite und die Gewinnmargen keinerlei Anzeichen einer Übertreibung erkennen. Des Weiteren beteiligen diese Unternehmen ihre Shareholder am Erfolg, kontinuierlich und nicht aus der Substanz. Dabei konnten sie ihren Aktionären über mindestens 25 Jahre hinweg Dividenden auszahlen und dabei nicht kürzen.

 

 

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Lifetime Stocks 2017
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