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Cal-Maine Foods

Cal-Maine Foods, Inc. ist der größte Produzent und Verkäufer von Schaleneiern in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen wurde 1957 in Jackson, Mississippi gegründet, beschäftigt mittlerweile rund 3.300 Mitarbeiter und generierte im Geschäftsjahr 2016 1,9 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Geschäftsjahr 2016 hat das Unternehmen 1.053,6 Mio. Dutzend Schaleneier verkauft, was einem Anteil von 23 Prozent des inländischen Verbrauchs der USA von Eiern entspricht. Das Unternehmen verfügt über genau ein operatives Segment, der Produktion, Sortierung, Verpackung, Vermarktung und dem Vertrieb von Schaleneiern. Cal-Maine verkauft 55 Prozent seiner Eier über Lebensmittelketten direkt an die Endverbraucher. Rund 31 Prozent werden als Eiprodukt in flüssiger, gefrorener oder getrockneter Form an Unternehmen wie z.B. Großbäckereien verkauft. Weitere neun Prozent gehen an Unternehmen der Gastronomie und die restlichen fünf Prozent werden exportiert.

 

Cal-Maine verkauft den Großteil seiner Schaleneier in den Südwesten und Südosten sowie den mittleren Westen  der USA. Dabei vermarktet der Lieferant seine Produkte durch ein umfangreiches Vertriebsnetz. Zu den Kunden von Cal-Maine zählen überwiegend nationale und regionale Lebensmittelketten. Und hier liegt die starke Marktposition des Unternehmens. Cal-Maine verkauft die Schaleneier in den größten Lebensmittel-Einzelhändlern der USA. Zu diesen gehören Walmart and Sam’s Club mit 28,9 Prozent, H.E. Butt mit 9,1 Prozent, CCF Brands mit 8,3 Prozent und Publix Super Markets mit 8,2 Prozent. Weitere Kunden sind Food Lion, Eggs America, Topco, McLane, Costco und Shoprite. Diese Top 10 machen rund 70 Prozent des Gesamtumsatzes von Cal-Maine aus.

 

Um einen konstanten Bestand an Hühnern Aufrecht erhalten zu können, züchtet Cal-Maine pro Jahr ca. 21 Mio. Hühnerküken mit Hilfe computergesteuerter Systeme. Diese sind auf die 44 modernen Produktionsstätten des Unternehmens verteilt und produzieren etwa 2,2 Mio. Dutzend Eier pro Tag. Die Schaleneier werden mit Hilfe von Maschinen verarbeitet, klassifiziert und für den Transport verpackt. In den letzten fünf Jahren investierte das Unternehmen etwa 270 Mio. US-Dollar in die Modernisierung seiner Anlagen und die Aktualisierung alter Technologien. Dabei verfolgt Cal-Maine die Strategie einer vollständigen Automatisierung der Produktions- und Lieferkette, um als Low-Cost-Anbieter weiter Marktanteile generieren zu können. Wie sich diese Investitionen auf die Rentabilität des Konzerns auswirken, lässt sich schwer beurteilen. Die Umsatzkostenquote verschlechterte sich in den letzten fünf Jahren von 67 auf 82 Prozent. Hier spielen jedoch vor allem die Kosten für das Futter der Hühner eine wesentliche Rolle. Die Kosten für Futter machen einen Anteil von zwischen 60 und 69 Prozent der Gesamtkosten des Unternehmens aus. Trotz einer hohen Anzahl verschiedener Lieferanten hat Cal-Maine keine Kontrolle über die Preise für Futter. Die Preise für die Zutaten des Futters hängen vom Wetter, unterschiedlichen Angebots- und Nachfragefaktoren sowie Preisspekulationen ab. Hohe Kosten für Futter können einerseits zu einer Verringerung der Produktion und somit zu einem Anstieg der Eierpreise führen. Alternativ sind niedrige Futterkosten die Ursache niedrigerer Eierpreise.

 

Unter dem Segment „Specialty Eggs“ verkauft Cal-Maine Bio-Eier, Freilandeier sowie Eier aus der Bodenhaltung. Das Segment konnte in den letzten Jahren überdurchschnittlich wachsen. Während des Geschäftsjahres 2016 kündigte eine steigende Anzahl großer Restaurant- und Lebensmittelketten – darunter auch Walmart and Sam’s Club – an, künftig mehr käfigfreie Eier bestellen zu wollen. Im Geschäftsjahr 2016 betrug der Anteil der Specialty Eggs bereits 29,1 Prozent aller Eierverkäufe. Im Geschäftsjahr 2015 lag dieser noch bei 27,2 Prozent der Verkäufe. Die Preise für Specialty Eggs sind aufgrund der steigenden Zahlungsbereitschaft der Kunden höher und in der Regel weniger zyklisch. Cal-Maine versucht in diesem Segment durch Investitionen (neuer Produktionskomplex in Texas) weiter zu wachsen.

 

 

Der Preis für Schaleneier hat eine wesentliche Bedeutung für das operative Geschäft und die Rentabilität des Unternehmens. Cal-Maine verkauft die Mehrheit seiner Schaleneier zu Preisen, die von Urner Barry, einem Wirtschaftsverlag, der sich auf die zeitnahe und unvoreingenommene Berichterstattung von Marktnachrichten und Angeboten für Kunden spezialisiert hat. Für das Geschäftsjahr 2016 lagen die Großhandels-Eipreise in der Südostregion des Landes durchschnittlich bei 1,79 USD im Vergleich zu einem Durchschnitt von 1,38 USD für die Geschäftsjahre 2012 bis 2015.    

 

 

Von April bis Juni 2015 erlebte die Branche einen signifikanten Ausbruch der Vogelgrippe („AI“), vor allem im Mittleren Westen der USA. Auf Grundlage mehrerer veröffentlichter Schätzungen der Industrie wird davon ausgegangen, dass etwa 12 Prozent der landwirtschaftlichen Legehennen betroffen waren. Die betroffenen Legehennen wurden entweder durch die Krankheit direkt getötet oder krankheitsbedingt eingeschläfert. Im April bis Juni 2015 sank die Versorgung mit Legehennen zwar überdurchschnittlich stark, begann sich jedoch wieder allmählich zu erholen. Laut US-Wirtschaftsministerium erreichte der nationale Bestand an Legehennen im November 2016 wieder einen Stand, der acht Prozent über dem des durch die Influenza betroffenen Legehehnnenbestands vom November 2015 lag, blieb aber rund 1,7 Prozent unter dem Stand vom November 2014. Die Eierpreise stiegen im Sommer und im Herbst 2015 deutlich an. Die durchschnittlichen Urner-Barry-Preise für den Großmarkt betrugen für die Monate Juni bis November 2015 2,32 USD pro Dutzend Schaleneier und im August 2.97 USD. Nach November 2015 fingen die Eierpreise an zu sinken. Der Preisindex Urner Barry erreichte im vierten Quartal 2016 sein Zehn-Jahres-Tiefstandsniveau. Während des ersten Halbjahres betrugen die durchschnittlichen Verkaufspreise für Eier bei 0,971 und 0,962 US-Dollar. Im Vorjahr lagen diese noch bei 1,970 bzw. 2,105 US-Dollar. Die Einzelhandelsnachfrage blieb zwar hoch, der niedrigere institutionelle Bedarf an Eiprodukten und die reduzierten Eierexporte führten jedoch zu einem Anstieg des Lagerbestandes. Die Folge war ein zunehmend hoher Preisdruck. Das Angebot konnte sich zwar an das Niveau von vor der Krankheitsverbreitung anpassen, lag aber deutlich über der Nachfrage seitens institutioneller Kunden und dem Exportgeschäft. Nach dem Ende des zweiten Quartals konnten sich die Preise für Eier wieder stabilisieren und liegen momentan im Bereich von 0,6 US-Dollar. Allerdings werden die Preise voraussichtlich volatil bleiben und in Zukunft stark von Angebot und der Nachfrage institutioneller Kunden abhängen.

 

Die Branche der Eierlieferanten befindet sich in einer Konsolidierungsphase. Seit 1989 verfolgt Cal-Maine eine Expansionsstrategie mit dem Fokus auf Übernahmen regionaler Eierproduzenten. In den letzten 26 Jahren führte der Konzern 18 Akquisitionen von Unternehmen mit einer Größenordnung von bis zu 600 Tausend bis 7,5 Millionen Hühnern durch. Cal-Maine wird seine Strategie weiterverfolgen und sich auch in Zukunft nach potentiellen Eierlieferanten umsehen. Während des vierten Quartals 2015 trat Cal-Maine in ein Joint Venture mit Rose Acre Farms, Inc., ein. Rose Acre ist der zweitgrößte Eierlieferant der Vereinigten Staaten. Die beiden Konzerne errichteten einen hochmodernen Eiproduktionskomplex in der Nähe von Bogata,  Texas. Die erste Generation an Legehennen wurde bereits im November 2015 platziert und es wird davon ausgegangen, dass die Produktionsstätte Anfang 2017 vollständig bestückt sein wird. Die Pläne für den Komplex bieten Platz für ca. 1,8 Millionen käfigfreie Legehennen. Im Geschäftsjahr 2016 entstanden mit dem Joint Venture Bau- und Anlaufkosten in Höhe von 34,0 Mio. USD. Mit diesem Projekt will Cal-Maine von dem Trend zu Freilandeiern in den USA weiterhin profitieren.

 

Management

 

Im Jahr 1957 gründete Fred Adams das Unternehmen Cal-Maine. Nachdem Adams im Jahr 2010 nach 41 Jahren als CEO von Cal-Maine zurückgetreten ist, leitet sein Stiefsohn Adolphus B. Baker das Unternehmen. Die Leitung des Unternehmens bleibt somit in der Familie. Adolphus Baker ist seit 1986 für den Konzern tätig und hatte dabei die Posten des Chief Operating Officer und Director of Marketing inne. Baker galt in seiner Zeit bei Cal-Maine als rechte Hand des Konzernchefs Adams. Den Posten des COO bestückt zur Zeit Sherman Miller, der seit 1996 für das Unternehmen tätig ist. Miller sitzt im Aufsichtsrat der U.S. Poultry and Egg Association. Timothy A. Dawson ist seit 2005 der Chief Financial Officer von Cal-Maine. Dawson bestückte zuvor verschiedene Finanzpositionen unterschiedlicher Industriekonzerne.

 

 

Stock    

 

 

Die Cal-Maine Foods Aktie (WKN:  907664) wird unter der ISIN US4851703029 an den Börsen Frankfurt, Stuttgart, Berlin, New York und Bats gehandelt und ist in den Indizes S&P 600 SmallCap und S&P 500 gelistet. Die Gesamtanzahl der Aktien beträgt 48.365.000 und der Kurs der Aktie liegt aktuell bei 43 US-Dollar. Damit ergibt sich eine Marktkapitalisierung von knapp 2,1 Milliarden US-Dollar.  Zu den größten Inhabern von institutionellen Beteiligungen gehören die Vanguard Group mit 8,97 % und Blackrock mit 7,27 %. Die Familie Adams besitzt 31,2 Prozent aller Anteile. Cal-Maine Foods zahlte im Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 2,49 US-Dollar je Aktie aus. Die Dividendenrendite liegt damit bei aktuell 5,6 Prozent. Im Durchschnitt der letzten neun Jahre zahlte das Unternehmen eine Dividendenrendite von knapp zwei Prozent aus.

 

Valuation Metrics - Equity

 

 

Business Development 2008 – 2016

 

 

Business Development 2016/17

 

Der Nettoumsatz für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2017 betrug 253,5 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von 53,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis (546,0 Mio. USD) entspricht. Cal-Maine meldete für das zweite Quartal einen Nettoverlust in Höhe von 23,0 Millionen US-Dollar bzw. 48 Cents je Aktie. Im Vorjahr konnte der Konzern noch mit einem Nettogewinn von 109,2 Millionen US-Dollar bzw. 2,27 US-Dollar je Aktie punkten. Für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 betrugen die Umsatzerlöse 493,4 Millionen US-Dollar, verglichen mit den 1,1559 Milliarden US-Dollar des Vorjahreszeitraumes, entspricht das einem Rückgang von ca. 57,3 Prozent.  Das Unternehmen erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 53,9 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 252,3 Mio. USD) bzw. 1,12 US-Dollar je Aktie (Vorjahr: 5,24 USD). Das EBIT lag im Negativbereich von 87,8 Mio. USD. Zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 konnten hier noch 386,2 Mio. US-Dollar erzielt werden.

 

Dieser überdurchschnittlich starke Rückgang der operativen Geschäftsergebnisse des Unternehmens ist auf die niedrigen Preise für Eier zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Verkaufspreis für Eier 0,971 US-Dollar. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres entspricht das einem Rückgang von 50,7 Prozent. Der Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2017 lag bei ca. 57 Prozent. „Unsere Ergebnisse für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 spiegeln die extrem schwierigen Marktgrundlagen in der Eierindustrie wider“, sagte Dolph Baker, Chairman, President und Chief Executive Officer von Cal-Maine. Zwar sind die Bestände and Legehennen wieder auf dem Niveau von vor der Vogelgrippe, so das Department of Agriculture, jedoch haben die Marktnachfrage-Tendenzen mit den höheren Produktionsniveaus nicht Schritt halten können. „Während sich die Retail-Kundennachfrage nur langsam stabilisierte, konnte sich die Export-Nachfrage noch nicht vollständig erholen“, so Baker.

 

Als Folge der ansteigenden Eierpreise passten zudem viele kommerzielle Kunden ihre Produkte an, um weniger Eier verwenden zu müssen. Aus diesem Grund verschärfte sich zusätzlich die Kundennachfrage für Cal-Maine und andere Eierlieferanten der Industrie. „Zusammen haben diese Faktoren ein Überangebot an Eiern hervorgerufen und die Preise mussten sich im letzten Jahr von ihren Rekordhöhen verabschieden.

 

Changing Market

 

Die Nachfrage nach Schaleneiern entspricht dem Wachstum der US-Bevölkerng. In den letzten 20 bis 30 Jahren wuchs die US-Bevölkerung um durchschnittlich ein Prozent pro Jahr an. In den Jahren 2013 und 2014 konnte der Verbrauch von Eiern um jeweils zwei Prozent zulegen. Im vergangenen Jahr 2015 verschlechterte sich der Verbrauch aufgrund der sinkenden Nachfrage um vier Prozent. Das US-Landwirtschaftsministerium bemisst den historischen Verbrauch von Schaleneiern. Demnach schwankt der Pro-Kopf-Verbrauch seit dem Jahr 2000 zwischen 249 und 263 verzehrten Eiern pro Jahr. Im Kalenderjahr 2015 hat das Ministerium einen Pro-Kopf-Verbauch von 253 Eiern gemessen.

 

Trotz eines durch Konsolidierungen gekennzeichneten Marktes, bleibt die Schaleneierbranche weiter stark fragmentiert. Am 31. Dezember 2015 besaßen noch 56 Produzenten, die mindestens eine Million Legehennen besaßen, etwa 96 Prozent aller zur Eierproduktion verwendetetn Hühner. Dabei besitzen die zehn größten Produzenten rund 50 Prozent aller Legehennen der USA. Doch die Konsolidierung schreitet weiter voran. Cal-Maine verfolgt eine Expansionsstrategie mit Investitionen und Übernahmen regionaler Eierproduzenten.

 

 

Die Preisentwicklung hängt im Wesentlichen von der Nachfrage institutioneller Kunden ab. Die US-amerikanische Nahrungsmittelindustrie befindet sich jedoch seit ein paar Jahren im Wandel. Die großen Hersteller von Lebensmitteln verloren alleine im Jahr 2014 Marktanteile in Höhe von vier Milliarden US-Dollar an Verkäufer von frischen und biologisch angebauten Lebensmitteln.  Der Trend geht, vor allem in den Großstädten, in Richtung gesunde Ernährung. Die US-Amerikaner achten zunehmend auf die Qualität und Herkunft der Produkte in den Supermarktregalen und Produkten. Davon ist mittlerweile auch die Branche der Eierproduzenten betroffen. Der Trend zu Freilandeiern steht kurz vor dem großen Durchbruch. Die Supermärkte und Gastronomieketten haben das erkannt und fragen vermehrt Eier aus der Boden- bzw. Freilandhaltung nach. Aus diesem Grund werden die Preise für Eier aus der Käfighaltung, die immer noch den Großteil der produzierten Eier ausmachen, weiter unter Druck stehen. Die Unternehmen müssen sich an den Wandel in der Industrie anpassen.

 

Conclusion

 

Cal-Maine Foods ist ein operativ rentabel und finanziell stabil geführtes Unternehmen, das seine führende Marktposition seit mehreren Jahren erfolgreich verteidigen und ausbauen kann. In den letzten drei Geschäftsjahren erreichten Umsatz, EBIT und Gewinn Rekordhöhen, wobei sich die Rentabilität in allen Bereich verbessern konnte.

 

Für das Geschäftsjahr 2016 lag die Marktbewertung des Unternehmens sehr niedrig. Die Equity- sowie Entity-Multiplikatoren lassen auf eine Unterbewertung des Unternehmens am Markt schließen. Das Entity-Verfahren (DCF) berechnet einen fairen Eigenkapitalwert von 24,19 USD je Aktie. Aktuell liegt das Eigenkapital je Aktie bei ca. 19 USD je Aktie.

 

Diese Werte gelten für das Geschäftsjahr 2016, dass am 01. Juni 2016 endete. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 lief jedoch alles andere als gut für Cal-Maine. Umsatz, EBIT und Gewinn verloren stark an Boden. Die hierfür verantwortliche Ursache lag im Wesentlichen in den überdurchschnittlich sinkenden Verkaufspreisen für Eier. Vorherige Rekord-Hochstände, der Wandel zu Freilandeiern und das nach der Krankheit entstehende Überangebot führten zu einer Talfahrt der Verkaufspreise, die sich im Laufe des Jahres 2016 nur schwer stabilisieren konnte. Die zukünftige Entwicklung des operativen Geschäfts hängt stark von der zukünftigen Entwicklung der Verkaufspreise ab. Durch den Wandel in der Industrie werden sich diese jedoch nur schwer erholen können und in Zukunft volatil verhalten. Trotz der Marktführerschaft und starken Kundenbasis muss sich Cal-Maine an die neuen Marktgegebenheiten anpassen. Der Wandel zu käfigfreihen Eiern ist bereits im vollen Gange.

 

Cal-Maine begann bereits vor Jahren damit, sich an die neuen Marktbedingungen anzupassen. Bereits knapp ein Drittel aller Verkäufe stammen aus dem Segment Specialty Eggs. Dabei verfolgt das Unternehmen eine expansive Strategie. Cal-Maine investiert zum Einen in die Automatisierung der Produktionsstätten, um weiterhin als Low-Cost-Anbieter auftreten zu können. In den letzten fünf Jahren investierte der Konzern rund 270 Mio. USD in seine Produktionsanlagen. Zum anderen investiert Cal-Maine in die Produktion von Schaleneiern aus der Boden- und Freilandhaltung. Dazu errichtet der Produzent eigene neue Produktionskomplexe oder übernimmt regionale Eierlieferanten, die sich auf die Freilandhaltung spezialisiert haben. In den letzten 18 Jahren akquirierte Cal-Maine über 25 Unternehmen. Mittlerweile tritt das Unternehmen in diesem Segment mit den vier beliebten Marken Egg-Lands Best, Land O’Lakes 4Grain und Farmhouse auf. Dabei gehören vor allem Egg-Lands Best und Land O’Lakes zu den beliebtesten Eiermarken der USA.

 

„Wir haben in allen Geschäftsbereichen erhebliche Investitionen getätigt, um die erwartete Nachfrage decken zu können. Denn die Foodservice-Anbieter, und nationalen Restaurant- sowie Einzelhandelsketten, darunter auch unsere größten Kunden, haben sich es zum Ziel gesetzt, ausschließlich käfigfreie Eier zu zukünftig festgelegten Terminen anzubieten. Während wir davon ausgehen, dass sich dieser noch andauernde Wandel negativ auf die Branche auswirken wird, glauben wir, dass sich daraus eine Gelegenheit für Cal-Maine ergeben hat, wieder überdurchschnittlich zu wachsen und de nMarkt zu dominieren“, so Dolph Baker, Chairman, President und Chief Executive Officer von Cal-Maine.

 

Die US-Lebensmittelindustrie wird von einigen multinationalen Konzernen wie Mondelez International, General Mills und Kellogg dominiert. Die gesamte Branche, vom Anbau bis zur Verarbeitung, ist äußerst wettbewerbsintensiv und die Margen stehen durchgehend unter Druck, so dass der Ertragsgewinn zu einer konstant großen Herausforderung wird. Die verarbeitende US-Nahrungsmittelindustrie steht vor niedrigen Wachstumsraten, hohen Produktionskosten und sich ständig wechselnden Verbraucherpräferenzen. Cal-Maine Food muss es gelingen, sich von der Abhängigkeit der Verkaufspreise zu lösen. Mit hohen Investitionen in die Produktion von Schaleneiern aus der Boden- und Freilandhaltung befindet sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg. Die Volatilität in den Futterkosten und Verkaufspreisen, die ständige Gefahr von Krankheiten sowie das Risiko durch den Wandel in der Industrie führen zu keinem Kaufsignal für Cal-Maine. Ich stufe die Aktie auf Beobachten ein.

 

Financial Statement

 

 

Financial Metrics

 

 

Discounted Cashflow (Entity)

 

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Cal-Maine Analyse 2017
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