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Frosta

Die Frosta AG zählt zu den größten europäischen Produzenten von Tiefkühlprodukten mit Sitz in Bremerhaven und beschäftigt mehr als 1500 Mitarbeiter. Die Produkte von Frosta lassen sich in den führenden Handelsketten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz finden. Daneben beliefert das Unternehmen  im Bereich seines Handelsmarkengeschäfts auch Länder wie Polen, Ungarn, Tschechien, Italien und Frankreich. Das operative Verkaufsgeschäft des Unternehmens verteilt sich auf drei Bereiche:

  1. Das Markengeschäft mit der Marke FRoSTA,
  2. Das Handelsmarkengeschäft mit der Marke COPACK.
  3. Das "non-retail" Geschäft mit den Bereichen Foodservice und Heimdienste.

Die Frosta AG fokussiert sich im Wesentlichen auf tiefgekühlten Fisch, fertige Gerichte, Gemüse, Obst und Kräuter. Dabei besteht zwischen den Marken FRoSTA und COPACK ein sehr wichtiger Unterschied. Die Produkte der Marke FRoSTA stellt das Unternehmen nach eigenen Vorgaben und Maßstäben her. Die vor über 12 Jahren eingeführte Eigenmarke von Frosta setzte in der Branche neue Maßstäbe. Das Unternehmen führte das sogenannte Reinheitsgebot für die Produkte der Eigenmarke FRoSTA ein. Dabei verzichtet Frosta als erste und einzige Marke von Tiefkühlprodukten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf die Zunahme von Geschmacksverstärkern, Farbstoffen, Aromen, Stabilisatoren und Emulgatoren. Diese Vorgaben gelten für alle FRoSTA-Produkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zudem setzt das Unternehmen bei der Produktion auf beste Zutaten und auf eine hohe Transparenz bei der Herkunft der Zutaten. Hierzu lassen sich auf der Rückseite aller Produkte, Verzeichnisse mit zusätzlichen Informationen über die jeweiligen Zutaten finden. Aufgrund dieser Qualität zählen die FRoSTA-Produkte zu den eher teueren Tiefkühlwaren in de Supermarktregalen. Die Umstellung auf diese neue Eigenmarke hätte das Unternehmen vor knapp 13 Jahren fast die Existenz gekostet. Es kam zu einem Umsatz- und Gewinneinbruch und Frosta musste sich deutlich verkleinern. Die Umstellung auf diese neue Unternehmensstrategie führte anfänglich zu erheblichen Problemen. Der wesentliche Grund waren die Preissteigerungen um bis zu 50 Cent je Fertiggericht. Im Jahr 2003 verzeichnete das Unternehmen folglich "das schlechteste Ergebnis der Unternehmensgeschichte" und verzeichnete einen Verlust von 7,7 Millionen Euro. Doch schon ein Jahr später begann sich das neue Konzept auszuzahlen und Frosta konnte schwarze Zahlen vorweisen. Mittlerweile trifft die Eigenmarke nun immer mehr den Nerv der Zeit. Die Kombination aus hoher Qualität und schneller Zubereitung kommt in der heutigen Welt immer besser an. Die Nachfrage wächst konstant. FRoSTA-Produkte lassen sich in den führenden Handelsketten wie EDEKA, Tengelmann, REWE,, real, V-Markt und Kaufland finde. Vor zwei Jahren brachte das Unternehmen zudem eigene Fischstäbchen auf den Markt und greift damit den Branchenprimus Iglo an. Seit gut zwei Jahren lässt sich die Marke auch in Polen und Ungarn in den Supermärkten finden. 2014 und im ersten Halbjahr 2015 war FRoSTA erneut die am stärksten wachsende Marke in der Kategorie Tiefkühlwaren. Besonders die Marktführerschaft bei den "Komplettgerichten" kann stetig ausgebaut werden. Insgesamt macht die Marke mittlerweile mehr als 35 Prozent des Konzernumsatzes aus.

 

Bei der Marke COPACK handelt es sich um das Handelsmarkengeschäft des Unternehmens. Handelsmarken sind Waren, mit denen ein Handelsunternehmen wie z.B. Aldi, Waren von Produzenten bestellt bzw. produzieren lässt und diese markiert, um die so gekennzeichneten Waren exklusiv nur in den eigenen Verkaufsstätten zu vertreiben. Weitere Beispiele für Handelsmarken wären JA oder A&P. Der wesentliche Unterschied zu der Eigenmarke FRoSTA besteht darin, dass die Produktion der Handelsmarken unter dem Geschäftsbereich COPACK nach den Vorgaben der Handelsketten erfolgt. Zu der Marke COPACK gehören die Eigenmarken BioFreeze (Bio-Tiefkühl-Gemüse), tiko (Fertiggerichte und Fisch) und Elbtal (Fertiggerichte und Gemüse). Die COPACK-Prdukte werden an die großen Lebensmittelketten in Deutschland, Benelux, Schweiz, Österreich, Spanien und Großbritannien geliefert. Aufgrund der intensiven Wettbewerbssituation kann Frosta hier nur noch im einstelligen Bereich wachsen. Aufgrund optimierter Auftragsstrukturen konnte das Unternehmen aber eine sehr hohe Profitabilität erreichen. Der Verkauf von COPACK-Produkten an Restaurantketten und Hotels macht zudem einen zu berücksichtigen Teil des Umsatzes aus. Hierbei besteht im Besonderen in der langfristigen Geschäftsbindung von Kunden ein strategischer Vorteil.

 

 

Das Management

 

 

Der Vorstand der Frosta AG besteht aus dem Vorstandsvorsitzenden Felix Ahlers (geb. 1966), der seit 1999 im Unternehmen tätig und seit 2010 an der Führungsspitze ist. Felix Ahlers ist der Sohn des Frosta-Gründers Dirk Ahlers und führt das Unternehmen in zweiter Generation. Hinnerik Ehlers (geb. 1968) arbeitet seit 2009 bei der Frosta AG und wurde 2010 zum Vorstand Marketing und Vertrieb berufen. Die Position des stellvertr. Vorstandsvorsitzenden und des Vorstands Produktion und Technik trägt seit 2002 Jürgen Marggraf (geb. 1956). Für die Finanzen und Verwaltung ist seit 1999 der ehemalige Unternehmensberater Dr. Stephan Hinrichs (geb. 1960) zuständig. Die Bezüge des Vorstandes setzen sich aus einer Kombination aus festen jährlichen Grundvergütungen und einer variablen Vergütung zusammen. Die Höhe der jährlichen variablen Vergütung hängt zum Einen von dem erzielten Konzernjahresüberschuss vor Steuern und zum Anderen von dem Drei-Jahres-Durchschnitt des Return on Investments ab. Im letzten Jahr betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 4,79 Millionen Euro (Vorjahr 4,1 Millionen Euro). Davon betrafen fixe Bezüge 1,2 Millionen und variable Vergütungen 3,59 Millionen Euro.

 

Die Aktie

 

 

Die Gesamtanzahl der Aktien beträgt 6.812.598. Der aktuelle Kurs der Aktie beträgt 40,55 Euro. Damit ergibt sich eine Marktkapitalisierung von 276,25 Millionen Euro. Die Frosta AG befindet sich mit einem Anteil von knapp 58 Prozent im Besitz der Familie des Gründers Dirk Ahlers. Dirk Ahlers besitzt 32,9 und sein Sohn Felix Ahlers 21,9 Prozent an der Frosta AG. Der Rest der Aktien befindet sich im Streubesitz. Im Geschäftsjahr gab der Vorstand bekannt, eine Dividende von 1,36 Euro je Aktie auszuzahlen. Das entspricht einer Dividendenrendite von 5 Prozent, was aktuell den Zehn-Jahres-Durchschnitt von 4,6 Prozent übertrifft.

 

Geht man von dem Wachstum des ersten Halbjahres 2015 aus, dann lässt sich ein KGV von 15,5 (10-Jahres-Schnitt 11,4) und ein KUV von 0,64 (10-Jahres-Schnitt 0,34). Das KBV nähert sich aktuell einem Wert um die 2,2 (10-Jahres-Schnitt 1,3) an. Das Kurs-Cashflow-Verhältnis lag die letzten 9 Jahre im Schnitt bei 8,2.

 

Konzernentwicklung

 

Im letzten Jahr erreichte der Umsatz einen Wert von knapp 410 Millionen Euro und konnte sich damit um 22 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (2013) verbessern. Das Geschäft mit Tiefkühlprodukten befindet sich in einer ausgeprägten Wettbewerbssituation. Der dadurch entstandene "Preiskampf" machte Frosta von 2010 bis 2012 zu schaffen. Mit dem Tiefkühlproduzenten kam zudem ein neuer Wettbewerber auf den Mart. Daneben sorgten noch einige "Lebensmittelskandale" speziell in der Tiefkühlbranche für eine schlechte Stimmung der Verbraucher. Auch aufgrund dessen entschied sich Frosta dazu, alle Zutaten auf der Rückseite der Produkte zu anzugeben. Diese relativ geringe Umsatz- und Gewinndelle konnte ab 2013 überwunden werden. Die EBITDA-Marge liegt im Schnitt der letzten zehn Jahre bei 7,7 und die EBIT-Marge bei 6 Prozent (Zielwert > 10%). Die Umsatzrentabilität liegt durchschnittlich bei 4 Prozent (Zielwert > 5-10 %). Für die auf den Cashflow basierende Umsatzverdienstrate gilt im Schnitt ein Wert von 4,9 Prozent (ZW > 10%). In den letzten Jahren lag diese gut 3 Prozent über dem Durchschnittswert. Seit 2004 konnte Frosta bis auf die Jahre 2007 und 2008 stets einen positiven Free Cashflow (Cashflow aus laufender Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit) erwirtschaften. Vor allem seit 2013 verbesserte sich dieser überdurchschnittlich stark. Der Kapitalumschlag bewegte sich in den vergangenen Jahren um einen Wert von 1,74. Die Frosta AG erwirtschaftet somit für jeden als Kapital eingesetzten Euro, einen Umsatz von durchschnittlich 1,74 Euro (ZW > 1). Der Return on Investment lag im Durchschnitt bei 5,74. Dieser gibt das Verhältnis zwischen der Rentabilität in der operativen als auch in der investierenden Tätigkeit an, und sollte in der Regel einen Wert von über Eins annehmen.  Frosta verfügt über eine durchaus solide finanzielle Stabilität. Die Eigenkapitalquote liegt im Schnitt bei 46,1 und aktuell (2016) bei 55 Prozent. Damit liegt sie im Bereich des Branchendurchschnitts von ca. 50% (Marine Harfest 40%,  Bakkafrost 50%, Leroy Seafood 54%). Die Liquidität 3. Grades erhöhte sich in den letzten drei Jahren auf einen aktuellen Wert von 188 Prozent (10-Jahres-Durchschnitt 160%) und liegt somit noch im Zielbereich. Die Eigenkapitalrendite lag in den letzten zehn Jahren bei ca. 11,6 Prozent (ZW > 10%, je nach Höhe der EK-Quote) und erreicht im aktuellen Geschäftsjahr einen Wert von 14 Prozent. Die Gesamtkapitalrendite liegt aktuell bei 12 Prozentpunkten (ZW > 10%). Die Sachinvestitionsquote beschreibt das Verhältnis von Sachinvestitionen zu operativem Cashflow. Bei Frosta konnte sich diese aktuell auf ein Wert von 48 Prozent verbessern (10-Jahres-Durchschnitt95%). Eine Sachinvestitionsquote von über 100 Prozent führt langfristig für jedes Unternehmen zum Ruin. Wer über Jahre mehr Geld investieren muss, als operativ zufließt, ist über kurz oder lang auf Kredite angewiesen, welche zur Überschuldung führen können. Hier konnte sich Frosta die letzten sechs Jahre verbessern und reinvestiert "nur" knapp die Hälfte des Chashflows aus operativer Tätigkeit in Sachanlagen wie Maschinen und Ähnliches.

 

 

Konzernentwicklung 2015

 

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 215,83 Millionen Euro. Auch EBITDA und EBIT legten beide um ca. 5 bis 6 Prozentpunkte zu. Das EBIT liegt zum Halbjahresbericht bei 12,44 Millionen Euro. Der Gewinn liegt mit 8,5 Millionen Euro 1,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr 2015 generierte die Eigenmarke FRoSTA einen Umsatz von 82,5 Millionen Euro (38,2% des Gesamtumsatzes) und konnte sich damit um 6,6 Prozent steigern. Das Handelsmarkengeschäft mit der Markte COPACK erwirtschaftete 133,3 Millionen Euro (61,8% des Gesamtumsatzes) und erhöht sich damit um 4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2014. Vom Unternehmensumsatz werden 123,9 Millionen Euro im Inland (+6,3%) und 91,9 Millionen Euro im Ausland (+3,5%) verdient. Am 5. Oktober 2015 veröffentlichte das Unternehmen eine Zwischenmitteilung über den Verlauf des dritten Quartals 2015. Der Umsatz der Frosta AG lag in den ersten neuen Monaten des Jahres 2015 um 4 Prozent über dem Vorjahr. Als wesentliche Gründe wurden das starke Geschäft mit der Eigenmarke und der Verkauf aller Produkte im Ausland angegeben. Der Gewinn liegt in den ersten neun Monaten leicht unter dem Vorjahr, was im Wesentlichen in den sich verteuerten Rohwaren begründet wird. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet man mit einem leicht steigenden Umsatz und einem leicht sinkenden Jahresüberschuss.

 

Der Markt

 

Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland ist bis zuletzt gestiegen und liegt bei mehr als 40 Kilogramm im Jahr, was ein mengenmäßiges Marktvolumen von mehr als drei Millionen Tonnen bedeutet. Die wichtigsten Segmente bilden dabei Backwaren, Gemüse und Fertiggerichte. Das Umsatzvolumen der deutschen Tiefkühlindustrie liegt laut des Deutschen Tiefkühlinstituts bei rund 12 bis 13 Milliarden Euro im Jahr. Der Tiefkühlmarkt befindet sich in einer intensiven Wettbewerbssituation. Die Tiefkühl-Produzenten streiten um jeden Kunden. Denn das Wachstum ist ins Stocken gekommen. Im Vergleich zum restlichen Lebensmittelmarkt wächst der Markt für Tiefkühlprodukte in einigen Bereichen eher unterdurchschnittlich. Die einzige Möglichkeit für Wachstum liegt in der Verdrängung der Konkurrenten. Um Marktanteile ausbauen zu können, müssen die Unternehmen die Trends auf dem Markt erkennen und sich dementsprechend ausrichten. Seit einiger Zeit liegt der Trend ganz klar in der Qualität der Produkte. Konsumenten achten besonders auf die Qualität der Zutaten. Dabei legen sie besonders viel wert darauf, dass in den Produkten möglichst wenige bzw. keine Zusatzstoffe verarbeitet werden. Mittlerweile hat die Qualitätsoffensive die gesamte Branche erfasst. Ein Beispiel ist das Label MSC, was auf einen nachhaltigen Fischfang verweist und mittlerweile auf den Eigenmarken von Discounter-Ketten wie Aldi und Lidl verwendet wird. Frosta zählt in der Tiefkühlbranche zu dem Unternehmen, das als Erstes mit dem Schritt der Qualitätsverbesserung begonnen hat. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine gute Auswahl verschiedener Produkte sowie eine stets hohe Qualität der Produkte sind laut einer Umfrage des Instituts für Handelsforschung für Konsumenten die wichtigsten Aspekte beim Einkauf.

 

Rund die Hälfte des Gesamtumsatzes der Tiefkühlbranche fällt auf die Eigenmarken. Doch das Geschäft mit der Tiefkühlkost im Einzelhandel läuft schleppend. Grund dafür seien vor allem die stagnierenden Wachstumszahlen der Discounter-Ketten. Zudem hat sich das Einzelhandelsgeschäft in den letzten Jahren verändert. Die Anzahl der auf dem Markt vertretenen Handelsketten ist gesunken.In Deutschland kontrollieren vier bis fünf Unternehmen 85 Prozent des Einzelhandels: Aldi Nord und Süd, Rewe, Edeka und die Schwarz-Gruppe (Lidl). Durch ihre hervorragende Marktstellung besitzen diese Handelsketten eine starke Verhandlungsposition gegenüber den Produzenten - unabhängig ob Produzenten von Handelsmarken oder von Eigenmarken. Das erhöht den Druck auf die Produzenten und drückt den Gewinn. Als Folge dessen konzentrieren sich viele Tiefkühl-Produzenten auf das Auslandsgeschäft und besonders auf den europäischen Binnenmarkt. Frosta erzielt bereits 42,5 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Doch auch im Ausland stehen den Produzenten Herausforderungen gegenüber. Denn die geforderten Gerichte und deren Qualität variieren je nach Land. Auf den deutschen Markt "zugeschnittene" Produkte lassen sich nicht so einfach im Ausland verkaufen. Zudem existieren z.B. in Osteuropa teils intensivere "Preiskämpfe". Das Preisniveau ist dort im Vergleich zu Deutschland sehr niedrig und daher für Unternehmen wie Frosta und Iglo sehr schwer gewinnbringend zu erreichen.

 

Fazit

 

Das Tiefkühlgeschäft existiert bereits seit über 50 Jahren und wird weiterhin eine wesentliche Rolle in der Lebensmittel- und Einzelhandelsindustrie spielen. Die Frosta AG ist eine antizyklische Aktie und durchaus krisenresistent. Denn Nahrungsmittel werden stets nachgefragt - auch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen. Über 90 Prozent der deutschen Haushalte besitzen eine Tiefkühltruhe. Der aktuelle Markttrend unterstütz die Strategie von Frosta. Die Eigenmarke bietet Tiefkühlprodukte mit hoher Qualität an und das Handelsmarkengeschäft deckt das niedrigere Preissegment ab. Durch das schleppendende Wachstum gilt es für die Produzenten, Marktanteile durch bessere Produkte zu gewinnen. Das gelingt Frosta mit ihrer Eigenmarke FRoSTA bis jetzt sehr gut. Mit der Qualitätsoffensive hat es das Unternehmen geschafft, dem harten Preiskampf in Teilen zu entfliehen. Als direkter Konkurrent im Premiumbereich gilt der Marktführer Iglo.  2014 machte das Unternehmen rund 1,5 Milliarden Euro. Doch Iglo kämpft schon seit längerem mit sinkenden Umsatzzahlen. Denn die Premiummarken stehen vor Problemen: Laut Umfragen steht der Preis beim Einkauf immer noch an wichtigster Stelle. Als Maximum sollte demnach der Preis für ein Tiefkühlprodukt nicht über fünf Euro steigen. Im Falle zu hoher Preise "wandern" die Konsumenten zu den Discounter-Ketten ab. Vor diesem Problem stehen Iglo und Frosta vor allem in Ausland und speziell in Osteuropa.

 

Tiefkühlprodukte werden langfristig immer eine wichtige Rolle im Großteil der Haushalte spielen. Die Branche wird weiterhin davon profitieren, dass ihre Produkte lange haltbar sind, sich schnell zubereiten lassen und mittlerweile über eine hohe Qualität verfügen. Zudem profitiert die gesamte Nahrungsmittelindustrie von einer noch anhaltend steigenden Weltbevölkerung, wenn auch diese in Europa nicht mehr hohe Wachstumsraten vorweisen kann.

 

Die Frosta AG kann eine konstante finanzielle Stabilität vorweisen. Die Kennzahlen zu Ertrag und Rentabilität schneiden für die Branche insgesamt gut ab. Doch sehe ich hier langfristig noch Potential nach oben. Die Equity-Mulitplikatoren deuten auf eine leicht unterbewertete Aktie hin. Besonders die in meinen Augen wichtigen Vergleichsgrößen KUV und KCV fallen niedrig aus. Unter Berücksichtigung aller Fakten stufe ich die Aktie als eine interessante Value-Investitionsmöglichkeit ein.    

 

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