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Ertrag und Rentabilität (operativ)

 

EBITDA Marge / EBIT Marge

 

Die EBIT-Marge stellt das EBIT, als das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen, ins Verhältnis mit den Umsatzerlösen und bemisst somit die operative Rentabilität eines Unternehmens. Die EBIT-Marge ist zum Vergleich von Unternehmen einer Branche oder über verschiedene Länder hinweg eine hilfreiche Kennzahl, da sie mögliche Verzerrungen unterschiedlicher Zins- und Steuersysteme vernachlässigt. Durch die Erweiterung des EBIT mit den Anschreibungen erhält man das EBITDA eines Unternehmens, also das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern. Folglich stellt die EBITDA-Marge das EBITDA mit den Umsatzerlösen ins Verhältnis. Als Zielwert gilt für beide Margen ein Wert von mindestens 10 Prozent.

 

Umsatzrentabilität

 

Die Umsatzrentabilität gibt an, wie viel Cent Gewinnt durch einen Euro Umsatz generiert wird. Dabei wird der Jahresüberschuss mit den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt. Die Höhe der Umsatzrendite ist im Wesentlichen von der Marktmacht und der Kostenstruktur eines Unternehmens abhängig. Unternehmen mit der Fähigkeit, Preise anpassen und Kosten senken zu können, weisen in der Regel hohen Renditen auf. Eine Steigende Umsatzrentabilität deutet zudem auf eine Reduktion der Fixkosten eines Unternehmens hin. Eine Steigerung der Umsatzrendite ist größtenteils nur durch Kostensenkungsmaßnahmen oder durch eine Ausdehnung des Produktionsvolumens möglich. Die Umsatzrendite liegt bei nicht produzierenden Unternehmen (Intermediäre) eher im unteren einstelligen Bereich. Doch gibt es für den Zielwert auch hier branchenspezifische Unterschiede. Allgemein sollte die Rentabilität jedoch bei mindestens fünf Prozent liegen. Für Unternehmen mit einer starken Marktposition sind hingegen zweistellige Ergebnisse keine Seltenheit.

 

Umsatzverdienstrate

 

Die Umsatzverdienstrate gibt an, wie viel Cent Cashflow pro Euro Umsatz erwirtschaftet wird. Im Gegensatz zur Umsatzrentabilität verwendet diese Kennzahl nicht den Gewinn, sondern den Cashflow eines Unternehmens. Es handelt sich also um eine Kennzahl, die über die Finanzstärke eines Unternehmens Auskunft gibt. Für die Berechnung der Umsatzverdienstrate wird in der Regel der operative Cashflow hergenommen. Der Cashflow wird dem Gewinn gerne bevorzugt, da dieser die tatsächlichen Geldströme eines Unternehmens abbildet. Sie ist folglich die genauere Kennzahl, unterliegt aber auch vielen Einflussfaktoren und ist damit schwieriger zu interpretieren. Der optimale Wert der Umsatzverdienstrate ist für jede Branche verschieden, sollte aber mindestens 5 Prozent betragen.

 

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